WBV Wasserburg / Haag e.V.

1950 Am 4. Juli wirft ein Unwetter in den bäuerlichen Privatwaldungen um Wasserburg ca. 100.000 Festmeter Holz. Daraufhin schließen sich die geschädigten Waldbesitzer zu einer Notgemeinschaft zusammen, um die Aufarbeitung und den Verkauf des Schadholzes zu koordinieren. Auf Bauernversammlungen in Wasserburg und Haag erfolgt die Gründung der Waldbesitzervereinigung Wasserburg. Die WBV umfasst den gesamten Landkreis Wasserburg mit 62 Gemeinden und ca. 2.500 Mitgliedern. Vorstand ist Karl Hopf, Wirt von Staudham. Nach regen Aktivitäten mit der Sturmschadensbewältigung und den Wiederaufforstungsmaßnahmen kommt das Engagement der Vereinigung Anfang der 60er Jahre fast zum Erliegen.

1967 Wieder fegt ein Sturm über den Wasserburger Raum. Bei einer Versammlung der WBV wird eine neue Vorstandschaft gewählt. Der neue 1. Vorsitzende ist Frhr. Krafft von Crailsheim.

1969 Erstellung einer Vereinssatzung. Zur Unterstützung der Mitglieder schafft die WBV diverse Arbeitsgeräte und Maschinen mit staatlichen Fördergeldern an. Verschiedene Schulungen finden statt und man beginnt mit dem Bau von Forstwegen und der Herausgabe eines Mitteilungsblattes.

1972/73 Landkreisgebietsreform. Abspaltung der nördlichen Gebiete zu den jeweiligen Landkreisen.

1975 Wahl der neuen Vorstandschaft mit Josef Irlbacher, Staudham als 1. Vorsitzenden. Sein Verdienst ist die Erhaltung der Eigenständigkeit der WBV Wasserburg im größer gewordenen Landkreis Rosenheim. In den 70er Jahren erfolgt eine wesentlich intensivere forstliche Beratungstätigkeit. Forstamtmann Schleehuber wird Geschäftsführer der WBV. Jährliche Lehrfahrten, Versammlungen und Beratungen der Ortsverbände bilden den Schwerpunkt der Tätigkeiten

1984 Ludwig Krug übernimmt den Posten des Geschäftsführers von Herrn Schleehuber, der in den Ruhestand eintritt.

1987 Wahl einer neuen Vorstandschaft. Rupert Mayer wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. In den folgenden Jahren kommt es zum intensiven Ausbau der Holzvermarktung mit Anschaffung von PC, Holzaufnahmegeräten und weiterer gemeinsamer Geräte. Bezug von Forstpflanzen, Schutzkleidung, Zaunmaterial etc. Diverse Schulungen zur Holzfällung, Holzaufarbeitung und Unfallverhütung finden statt.

1990 Durch die Orkanstürme Vivian und Wibke liegen 80.000 Festmeter Holz am Boden. Die Waldbesitzervereinigung sieht es als größte Herausforderung und Aufgabe, Die Aufarbeitung, Lagerung und den Verkauf des Schadholzes zu organisieren. Angefangen von den mobilen Messtrupps bis hin zur Beratung und Auszahlung der Fördermaßnahmen werden alle Aktivitäten über die WBV-Geschäftsstelle abgewickelt. Die darauf folgende Borkenkäferkalamität bringt noch einmal 10.000 Festmeter Fichtenholz zum Einschlag und Verkauf.

1993 Aufgrund der Vorgabe der Bayerischen Staatsforstverwaltung findet ein Wechsel in der Geschäftsführung statt. Forstamtmann Ludwig Krug gibt sein Amt an Rupert Mayer ab, der nun Geschäftsführer und Vorsitzender zugleich ist. Das Geschäftsbüro wird nach Asham verlegt. Schwerpunkt der Aktivitäten bleibt die Holzvermarktung. Die Zahl der Mitglieder steigt auf 880 und die Waldfläche wächst auf 6.300 Hektar. 23.500 Festmeter Stammholz werden von den  Mitgliedern verkauft.

1998 Nach Auflösung des Forstamtes Mühldorf und der Entscheidung der Haager Waldbauern, der WBV Wasserburg beizutreten, kommt es auf einer Mitgliederversammlung der WBV im Februar 1998 zu einer Satzungsänderung und zur erneuten Fusion mit den Waldbesitzern der Ortsgruppe Haag und Umgebung. Die WBV erhält den Namen Waldbesitzervereinigung Wasserburg/Haag.e.V.

2000 Gründung der WBV Holzhandels GmbH als Tochtergesellschaft der WBV Wasserburg/Haag e.V.

        
In der Waldbesitzervereinigung sind derzeit 1.700 Mitglieder mit ca. 12.000 ha Waldfläche registriert. Der Holzverkauf liegt bei ca. 100.000 Festmetern im Jahr. Die Geschäftsstelle ist mit dem aktuellsten Datenverbund ausgestattet.

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