Öffentlichkeitsarbeit

 

Waldbegang mit Landräten aus Rosenheim und Mühldorf

Auf Einladung von Herrn Rupert Mayer, 1. Vorsitzender der WBV, besuchte kürzlich der Mühldorfer Landrat Georg Huber mit den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde, die Waldbesitzervereinigung zu einer Waldbegehung in der Gemeinde Gars. Beim Waldbegang erläuterten Herr Alexander Graßl, Geschäftsführer der WBV, gemeinsam mit Vertretern des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Töging die Chancen des Waldumbaus auf den durch Borkenkäfer verursachten Kalamitätsflächen. Die artenreichen Mischwälder, mit vielfältigen Laubbaumarten und einem hohen Tannenanteil, sind wichtig, um sich zukünftig auf die durch den Klimawandel verursachten Risiken wie Trockenereignisse oder Sturmwurf vorzubereiten. Gerade kleine Privatwaldbesitzer sind auf Unterstützung bei der komplexen Aufgabe des nachhaltigen Waldumbaus angewiesen, denn dieser ist langwierig und kostenintensiv. Zusätzlich kann ein nachhaltiger Waldumbau nur gelingen, wenn die lokale Rehwilddichte auf einem verträglichen Maß gehalten wird und damit die verbissgefährdete Tanne nicht selektiv aus dem Jungbestand verschwindet. Auch regelmäßige Durchforstungen sind wichtig, um Sonnenlicht auf den Waldboden gelangen zu lassen und eine natürliche Verjüngung zu ermöglichen.

Der Landrat Georg Huber zeigte sich beeindruckt von den begutachteten Waldbeständen, welche die Schutz-, Erholungs- und Nutzfunktion auf einer Fläche realisieren. Um private Waldbesitzer von den Vorteilen solcher Wälder zu überzeugen bedarf es kompetente Ansprechpartner wie die WBV und finanzielle Förderung durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

 

 

 

Auch der Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler besuchte mit den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde, die Waldbesitzervereinigung, um sich vor Ort bezüglich der Tätigkeiten zu informieren. Herr Rupert Mayer referierte in der Geschäftsstelle in Asham über die gemeinwohlorientierten Aufgaben der WBV, insbesondere über Holzvermittlung, Forstpflanzenbestellungen und Organisation forstbetrieblicher Arbeiten wie Holzeinschlag und Maschineneinätze zur Hackschnitzelerzeugung. Mayer betonte die Relevanz dieser Tätigkeiten vor allem für den kleinstrukturierten Privatwald, in dem die durchschnittliche Besitzgröße nur knapp über zwei Hektar beträgt und eine Vielzahl von Kleinstmengen beim Holzverkauf nur durch eine Bündelung zu akzeptable Preise führe.

Beim anschließenden Waldbegang in der Gemeinde Amerang erläuterten die Vertreter der Forstverwaltung Rosenheim, Forstdirektor Dr. Georg Kasberger und Revierleiter Ludwig Krug, die langwierige und kostenintensive Aufgabe des Waldumbaus. Sie zeigten beeindruckende Waldbestände, in denen mit forstlicher Beratung und staatlicher Unterstützung laubholzreiche gemischte Bestände mit vitalen Tannen erneut begründet wurden. Diese fanden auch hinsichtlich der Waldökologie bei den Vertretern der amtlichen Naturschutzbehörde hohe Anerkennung.

 

 

 

 

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