In Grafrath wurden wir von Herrn Amereller von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft begrüßt und in die Thematik eingeführt. König Ludwig II. hat 1881 in München die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt mit dem dazugehörigen Versuchsgarten in Grafrath gegründet. Auf einer Fläche von 34 Hektar findet man dort ca. 300 Baum- und Straucharten aus aller Welt. Unter sachkundiger Führung machten wir einen Rundgang durch den mit Wanderwegen gut erschlossenen und vielen interessanten Informationstafeln bereicherten Exotenwald. Diese Sammlung von gewaltigen Exemplaren von Mammutbäumen, Küstentannen, Douglasien, Roteichen und zahlreichen anderen Nadel- und Laubbäumen ist wirklich beeindruckend und in Bayern einzigartig. Das gute Wachstum und die reichliche Naturverjüngung deuten darauf hin, dass sich viele dieser sogenannten „Gastbaumarten“ bei uns sehr wohl fühlen. Unter den Teilnehmern der Lehrfahrt gab es daher intensive Diskussionen darüber, ob wir nicht die eine oder andere dieser Baumarten vermehrt in unseren Wäldern anbauen sollten.

Auch das leibliche Wohl sollte bei der Lehrfahrt nicht zu kurz kommen, und deshalb ließen wir uns bei einer Rast in der Wirtschaft des Klosters Andechs auf dem „Heiligen Berg“ das berühmte Bier und ein deftiges Mittagessen schmecken.

Bereits bei der Anfahrt zum zweiten Exkursionspunkt, dem Großsägewerk der Ilim Timber  (bis August 2010 Firma Klausner) bei Landsberg am Lech, bekam man beim Anblick des riesigen Holzlagerplatzes einen Eindruck von den gewaltigen Kapazitäten der heutigen Holzindustrie. Das Unternehmen im Eigentum der Firma Ilim Timber aus Sankt Petersburg in Russland beschäftigt weltweit 3000 Mitarbeiter, davon über 200 am Standort in Landsberg. Empfangen wurden wir dort von Herrn Kenzian, der aus organisatorischen Gründen leider nur einem Teil von uns das gesamte Werk zeigen konnte. Viele Fragen ergaben sich bei der Vorführung der hochmodernen Rundholz-Sortieranlage, deren Ergebnisse maßgeblich den Preis der angelieferten Ware bestimmen.

Abends kehrten wir noch beim Wirt in Pfaffing ein und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Dr. Georg Kasberger

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim

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