Mehr als 400 Waldbesitzer nahmen erfreulicherweise daran teil. Die fachlichen waldbaulichen Themen wurden dabei von den zuständigen Revierförstern geleitet.

Die dringende Pflege der 20 jährigen Wiederaufforstungsflächen, die nach dem Jahrhundertsturm im Jahr 1990 von den Waldbesitzern teilweise als reine Laubholzkulturen bzw. Mischwälder aufgebaut wurden und die Feinerschließung und Anlage von Rückegassen waren die Themenschwerpunkte. Ursache und weiteres Vorgehen bzgl. des weitverbreitenden Eschentriebsterbens wurde mit den Waldbesitzern intensiv diskutiert.

Bei den anschließenden Vorträgen in den jeweiligen Gaststätten ging Vorstand Mayer auf die angespannte Versorgungslage der Sägewerke mit Rundholz, die Lage am Industrieholzmarkt und Logistik und Versorgung der Biomasseheizwerke in unserer Region ein.

 

Die Waldbesitzer wurden darauf hingewiesen, die aktuell sehr attraktiven Preise und sonstigen positiven Rahmenbedingen zu nutzen  und  notwendige Pflegeeingriffe in den Wäldern durchzuführen. Auch sollten die Altbestände rechtzeitig genutzt werden, da überstarkes Holz oftmals schwierig zu vermarkten sind.

Die Waldbesitzervereinigung sieht sich  als zuverlässiger Partner seiner Mitglieder. Vermarktung über die WBV stärkt die eigene Organisation, sie hat die Möglichkeit seine Marktführerrolle zu übernehmen und wird als zuverlässiger Partner der holzverarbeitenden Industrie geschätzt. Mit entscheidend ist auch die vertragliche Sicherheit beim Verkauf von Rundholz.

Dr. Martin Kennel, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Töging berichtete über das 10-Punkte-Programm zur Weiterentwicklung des Forstlichen Gutachtens zur Situation der Waldverjüngung, das die von Staatsminister Brunner eingerichtete „Arbeitsgruppe Jagd“, bestehend aus Spitzenvertretern des Bayer. Bauernverbandes,. des Bayerischen Jagdverbandes und des Bayer. Waldbesitzer-verbandes, im September beschlossen hat. Die 10 Punkte sollen bereits im Forstlichen Gutachten 2012 umgesetzt werden. Die wichtigste Neuerung werden „Ergänzende Revierweise Aussagen zur Waldverjüngungssituation“ in einzelnen Jagdrevieren sein. In Hegegemeinschaften, die bei der letzten Erhebung im Jahr 2009 zu hohen Verbiss aufwiesen, werden diese ergänzenden Aussagen für alle Jagdreviere erstellt, für Jagdreviere in Hegegemeinschaften mit damals tragbarem Verbiss nur auf schriftlichen Antrag des Jagdvorstandes, des Jagdpächters oder auch auf Antrag einzelner Jagdgenossen bzw. Waldbesitzern. Anträge können ab sofort bis spätestens 29.02.2012 an das AELF Töging gestellt werden.

Weiter berichtete Dr. Kennel über die im September verabschiedete „Waldstrategie 2020“ der Bundesregierung. Die Bundesregierung erkennt darin den wertvollen Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft für Klima, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft ausdrücklich an und bekennt sich zu dem anerkannten und bewährten Prinzip der nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft, die die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder gleichermaßen berücksichtigt. In neuen forstpolitischen Handlungsfeldern werden Chancen und Herausforderungen benannt sowie mögliche Zielkonflikte identifiziert. Einer dieser Zielkonflikte bezieht sich auf die Herausnahme von Waldflächen aus der forstlichen Bewirtschaftung, wie es unter anderem die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt vorsieht. Der Bayer. Waldbesitzerverband habe sich in seinem „Weißenburger Apell“ ebenso wie der Deutsche Forstwirtschaftsrat in seiner „Erfurter Erklärung“ eindeutig für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung auf ganzer Fläche und gegen eine fachlich nicht begründete pauschale Herausnahme von Waldflächen aus der forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung ausgesprochen.

WBV Wasserburg/Haag e.V. Rupert Mayer,
AELF Töging, Dr. Martin Kennel

 

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