Borkenkäfer Frühjahr 2014

 


Es wird derzeit in verschiedenen Medien berichtet, dass die aktuell herrschende milde Witterung dem Borkenkäfer zuträglich wäre. Dazu wollen wir folgenden Sachverhalt klarstellen:

Bis zum Herbst 2013 haben sich die Bruten der Borkenkäfer (Buchdrucker als auch Kupferstecher) selbst in den Hochlagen des Bayerischen Waldes fertig entwickelt. Unter der Rinde sind kaum bzw. keine Entwicklungsstadien (Ei, Larve, Puppe) zu finden. Der Käfer überwintert daher dieses Jahr als Jung- bzw. Altkäfer. In diesem Stadium spielt die Winterkälte für das Überleben keine entscheidende Rolle. Einzig Eier und Larven sind durch strengen Frost gefährdet. Die milde Witterung begünstigt eher die Verpilzung der Käfer unter der Rinde. Auch wenn dies nur etwa 10 – 15 % der Käfer betrifft, findet doch auf natürlichem Wege eine Reduktion der Population statt. Des Weiteren verbrauchen die Käfer jetzt wesentlich mehr Energie, als wenn strenger Frost herrschen würde und sie sich in “Winterruhe“ befinden. Das bedeutet, die Käfer werden durch die milden Temperaturen eher geschwächt als gestärkt. Kommt es allerdings kurzfristig zu einem starken Kälteeinbruch, kann es dadurch, dass die Käfer nicht mehr ausreichend winterhart sind, zu einem erhöhten Absterben kommen.

 

Quelle: Cornelia Triebenbacher
Bayer.Landesanstalt f.
Wald- und Forstwirtschaft

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