Tageslehrfahrt der WBV



Mit 3 Bussen führte der Ausflug in Richtung Steinach im Landkreis Straubing-Bogen.
Der erste Exkursionspunkt war ein Roteichenbestand des Wittelsbacher Ausgleichsfond. In dieses Stiftungsvermögen flossen 1923 ca. 10.000 ha Wald aus
dem die Wittelsbacher lediglich  Anspruch auf die erzielbaren Erträge haben.

Die Roteiche kommt ursprünglich aus Ostamerika und aus dem südöstlichen Kanada. Bekannt in Europa wurde sie erst 1724. Die Roteiche hat keine besonderen Bodenansprüche. Ungeeignet sind allerdings  Kalkböden und Staunässe. Mit einer Wurzeltiefe bis zu 3 m  und einem Zuwachs von 10 fm je ha pro Jahr kann diese Baumart aufwarten.

Wie uns Revierleiter Josef Denk weiter erläuterte, wird der Bestand von einer naheliegenden Baumschule beerntet. Es wird eine Liegend-ernte gehandhabt, „wenn die Wildschweine nicht schneller waren“.
Ein weiterer Exkursionspunkt führte in den Bereich des Waldgutes Degen.

Die Privatforstverwaltung bewirtschaftet hier 340  ha Wald mit eigenen Förstern. Die Holzvermarktung erfolgt ausschließlich über die ansässige WBV Straubing/Bogen. Die Böden sind meist basenarme, lehmige Braunerde, die durch Streunutzung vorgeschädigt sind. Oft findet man einen dichten Heidelbeerteppich, der Sommerniederschläge schon in der oberen Bodenschicht bindet. Seit 1995 wird versucht im Zuge des Waldumbaus Bestockungsziele zu erreichen, die einen höheren Ertrag,sowie Standortsicherheit  bieten und klimatolerant sind. Seitdem wurden 210.000 Pflanzen ausgebracht. Schwerpunktmäßig wurden Douglasie und Buche, gefolgt von Bergahorn, Küstentanne und Weißtanne gepflanzt. Durch den angepassten Wildbestand verjüngt sich die Weißtanne und Buche zwischenzeitlich natürlich ohne aufwendigen Zaunbau.
Den Ausführungen nach von Revierleiter Martin Hirtreiter erbringt die Douglasie gegenüber der Fichte bis zu 50 % höhere Massenleistung. Weitere Vorteile sind kein Insektenbefall und keine Rotfäule. Für unsere Wälder wird sie als Alternative zur Fichte als Mischwaldbegründung  mit Buche Beachtung finden.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, mit den Baumarten Douglasie Küstentanne und Roteichen stehen Alternativen zur Fichte bereit, die durchaus erfolgversprechend sind.
Nach dem hervorragenden Mittagessen in Wolferszell bot sich somit genügend Diskussionsstoff.  Auf Einladung von WBV Vorstand Rupert Mayer stellte sich die dortige WBV Mitterfels vor, vertreten durch den Vorstand Bernhard Dendorf und Geschäftsführer StefanTrepnau.

Am Nachmittag wurde der Waldwipfelpfad in Sankt Englmar in Maibrunn  besucht. Hier konnte in 30 m Höhe  auf dem Panoramasteg die beeindruckende Aussicht in den Bayer. Wald bewundert werden.  Über Flora und Fauna wurde in den angegliederten Erlebnispfaden informiert.


Unterhaltsames gab es auf dem Pfad der optischen Phänomene zu sehen.

Rupert Mayer 1. Vorstand
WBV Wasserburg-Haag e.V.



 

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