Holzmarktbericht  

 

Eine leichte konjunkturelle Abkühlung der Wirtschaft lässt sich auch im 4. Quartal verzeichnen. Jedoch ist zwischen den Branchen im Holzgewerbe zu unterscheiden. Während im Holzbau ein anhaltender Boom zu beobachten ist, rechnet die Verpackungs- und Palettenindustrie mit weiteren Einbußen. Die Geschäftslage der nadelholzverarbeitenden Betriebe ist positiv zu bewerten. Auch die Nachfrage nach Frischholz erhöhte sich in letzter Zeit deutlich. 

Entgegen unseren Erwartungen blieb der Käferholzanfall in unserem Geschäftsgebiet deutlich unter den Vorjahresmengen. Allerdings agieren wir nicht auf einem regionalen, sondern auf einem europäischen Rundholzmarkt. So rollen auch weiterhin Ganzzüge mit Rundholz aus den Schadgebieten zu den Großsägewerken. Auch der Handel versorgt unsere heimischen Säger mit günstigen Rundholz aus Niederbayern. In den Sommermonaten überschwemmten die Kalamitätsmengen regelrecht den Markt. Die von der Industrie abgerechneten Preise waren katastrophal und konnten im Schwachholzbereich sogar defizitär sein. Dank der Struktur eurer Selbsthilfeorganisation und der starken Gemeinschaft konnten wir jedoch für passende Sortimente größtenteils anständige Preise erzielen. Dies zeigt die Bedeutung unserer Waldbesitzervereinigung am Holzmarkt. Im Schulterschluss konnten nun auch die Erlöse im Hauptsortiment Kurzholz 2b+ B/C bei Redaktionsschluss auf 70 bis 80 €/m3 netto angehoben werden. Dieser Preis ist zwar nicht zufriedenstellend, angesichts der Lage jedoch hinnehmbar. 

Die Langholznachfrage war bei Redaktionsschluss leicht rückläufig. Zuletzt lagen die Preise bei 75 bis 80 €/m3 netto für die Güte B. Gefragt ist starke Ware ab 3a+ mit einer Länge von 16 bis 20 m zzgl. Übermaß. Langholzeinschläge müssen vorab gemeldet werden!

Papierholz kann seit 1. November wieder vermarktet werden. Die Preise liegen bei 27 €/rm netto bei einer Länge von 2 oder 3 m. Die stabile Nachfrage von Papierholz sollte genutzt werden, um Jungbestände zu durchforsten. 

Wichtig ist, dass uns Folgendes bewusst wird: verglichen mit anderen Gebieten Deutschlands und auch Bayerns haben wir in unserer Region noch die Chance, unsere Wälder waldbaulich mit Durchforstungen auf den Klimawandel vorzubereiten! Der Markt ist aufnahmefähig. Frische Ware ist gesucht. Dementspechend sollten wir handeln! Noch vorhandene Pflegerückstände sollten dringend aufgearbeitet werden. Wir müssen die Vitalität unserer Fichtenbestände durch Förderung vorhandener Mischbaumarten erhalten und in Altbeständen genügend Licht für Naturverjüngungen schaffen.

Zwar ist die Bewältigung des Klimawandels eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, jedoch besitzen wir als Waldeigentümer die Expertise, einen klimarobusten Wald aufzubauen. Dazu benötigen wir wiederum die vom Bund und Freistaat zugesagte finanziellen Mittel. 

Sollten Sie einen größeren Hieb planen, bitten wir um Rücksprache mit der Geschäftsstelle, um das Holz bestmöglichst zu vermarkten. Die Waldlager in der Region sind leer, eine zügige Holzabfuhr stellt kein Problem dar. Die WBV steht Ihnen in Zusammenarbeit mit örtlichen Forstunternehmern und den AELF-Beratungsförstern gerne zur Seite. Auf Wunsch übernehmen wir für Sie die gesamte Abwicklung Ihres Holzeinschlages.

 

Alexander Graßl, Geschäftsführer 

 

Kleinmengen bis 10 m3 bitte unbedingt messen und an der Stirnseite anschreiben!

Nur so können wir für Sie die Vermarktung und die Abfuhr optimal gestalten!

 

Aufgrund der schwankenden Marktlage können Sie aktuelle Erlöse gerne bei uns in der Geschäftsstelle oder bei Ihrem Holzvermittler erfragen!

 

Haben Sie Fragen zu den Laubholzerlösen und Längenaushaltungen?

Dann melden Sie sich einfach in der Geschäftsstelle. Neue Ansprechpartnerin für das Laubholz: Frau Irene Neuhof


 

 

   

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