Rege Nachfrage nach Nadelsägerundholz – Preishoch jetzt nutzen!


 

 

Das Pandemiejahr mit mehreren Lockdowns hat der deutschen Wirtschaft schwere Verluste beschert. Die Kosten belaufen sich laut des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Februar auf eine Viertel Billion Euro. Ein Schock, der seinesgleichen sucht. 

Während in vielen Wirtschaftsbereichen die Konjunkturentwicklung aufgrund von Covid19 rückläufig ist, zeigt sich die Bauwirtschaft als sehr robust und mit positiven Tendenzen im Holzbau. Dementsprechend rege ist die die Nachfrage nach frischem Rundholz. Die Sägeindustrie ist derzeit meist noch mäßig bevorratet. Dies ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Auch wenn es regional oft den Anschein hat, dass zu wenig Rundholz auf dem Markt sei, so kommen doch noch laufend Rundholzlieferungen aus Mitteldeutschland und Tschechien auf Ganzzügen in die Großsägewerke. Ab dem Monat Juni ist zudem mit den ersten größeren Schadholzmengen aus den genannten Gebieten zu rechnen, wodurch vermehrt billiges Stammholz auf den Markt kommen wird. Wie lange sich die Preis-Rallye noch hält, ist daher ungewiss.  

 

Ganzzugverladung bei der WBV Kronach-Rothenkirchen e.V. am 23.03.2021. Foto: Schelle

Holzeinschlag (Käfer- und Frischholz) vom 23.03.2021 bei der WBV Kronach-Rothenkirchen e.V. Polter mit 300 m3 sind keine Seltenheit. Foto: Schelle


Wir agieren auf einem europäischen Rundholzmarkt, der jedoch vom Schnittholzmarkt entkoppelt ist. Denn im Gegensatz zu den Rundholzpreisen, befinden sich die aktuellen Schnittholzpreise auf Rekordniveau, nicht zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage aus den USA und China. Der weitere Marktverlauf ist aufgrund der Pandemie und der derzeitigen Exportbeschränkungen in Kanada schwer einzuschätzen.
 

Auch Kalamitätsereignisse vor Ort lassen sich nicht beeinflussen. Deshalb sollten wir die aktuelle gute Ausgangssituation nutzen, um Pflegerückstände aufzuarbeiten. Denn wir müssen die Vitalität unserer Fichtenbestände durch Mischbaumarten erhalten und in Altbeständen genügend Licht für Naturverjüngung schaffen, um einen klimaresistenten Wald aufzubauen.

Die Kurzholzerlöse im Leitsortiment 2b B/C liegen bei bis zu 92 €/m3 zzgl. MwSt. Daneben kann auch nach Rücksprache mit der Geschäftsstelle qualitativ gutes Langholz zu Preisen von bis zu 100 €/m3 zzgl. MwSt. (B-Ware) vermarktet werden. Der Papierholzpreis liegt nach wie vor bei 25 €/Rm zzgl. MwSt., wobei eine Mindestbereitstellungsmenge von 10 Rm pro Ladeort nicht unterschritten werden sollte. Der Mengeneinbruch an hochwertigen grafischen Papieren macht der Papierholzindustrie weiterhin zu schaffen. Der Markt für Industrieholz bleibt mühsam, denn der Markt ist gesättigt. Durch unsere guten Kontakte können anfallende Mengen dennoch im Schnitt zu 45 €/t atro zzgl. MwSt. auf bestehende Verträge kontinuierlich geliefert werden. Daneben besteht auch die Möglichkeit, Rundholz als Brennholz zu besseren Konditionen zu vermarkten. Der Energieholzmarkt hat sich etwas erholt. Jedoch trifft weiterhin ein großes Angebot auf eine geringe Nachfrage, die beispielsweise auch auf die geringere Wärmeabnahme aus der Tourismusbranche zurückzuführen ist. Für grünen Wied frei Waldstraße können im Schnitt 4 €/Srm erzielt werden, für weiße Ware frei Werk um die 24 €/Srm. 

Aufgrund der schwankenden Holzmarktlage können Sie aktuelle Rundholzpreise in der Geschäftsstelle oder bei Ihrem Holzvermittler erfragen. Die Waldlager in der Region sind leer. Eine zügige Holzabfuhr ist gewiss. Die WBV steht Ihnen in Zusammenarbeit mit örtlichen Forstunternehmern und den AELF-Beratungsförstern gerne zur Seite. Auf Wunsch übernehmen wir die gesamte Abwicklung Ihres Holzeinschlages.

 

Alexander Graßl

Geschäftsführer

  

Kleinmengen bis 10 m3 bitte messen und an der Stirnseite anschreiben!

 


Laubholzmarkt


 

 

Die Laubholzvermarktung ist abgeschlossen. Das Preisniveau blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Esche konnte trotz des derzeitigen Überangebotes durch das Eschentriebsterben gut vermarktet werden. Je nach Stärkeklasse konnten Preise bis zu 73 €/fm erzielt werden. Auch die Erle erlöste stärkeklassenabhängig bis zu 73 €/fm. Bei der Buche waren bis zu 90 €/fm für starke B-Ware möglich. Erfreulicherweise konnte auch die lange Zeit unverkäufliche Pappel wieder vermarktet werden, und das zu einem Preis von 33 €/fm.

Nach wie vor hoch im Kurs steht die Eiche, für die bis zu 260 €/fm erzielt werden (B-Ware ab 60 cm Mittendurchmesser ohne Rinde). Eichen können im Gegensatz zu den anderen Laubholzarten das ganze Jahr über vermarktet werden. 

 

Irene Neuhof

WBV-Försterin

 

 


 

 

   

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