HOLZMARKTLAGE
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Nadelholz
- Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die Krise in der Bauwirtschaft belasten die Holzbranche spürbar. Da die Sägewerke über hohe Schnittholzvorräte verfügen, sinkt die Nachfrage nach Rundholz. Trotz dieses anhaltenden Drucks bewegen sich die Rundholzpreise aufgrund der aktuell geringen Kalamitätsmengen aber weiterhin auf einem historisch guten Niveau, weisen jedoch eine leicht rückläufige Tendenz auf. Während bei Fichten- lang- und -kurzholz weiterhin hervorragende Vermarktungsmöglichkeiten bestehen, welche es zu nutzen gilt, sollte Kiefer-Palettenholz aufgrund von Verblauung nicht mehr eingeschlagen werden. Für das Fichten-Leitsortiment 2b+ B/C können weiterhin gute Konditionen – je nach Sortiment und Aushaltung von 120 €/m³ bis 125 €/m³ netto – im Kurzholz erzielt werden. Da die Kapazitäten in den Werken durch die vollen Schnittholzlager aktuell noch blockiert sind, ist die Anfuhr von Rundholz derzeit kontingentiert. Das bedeutet für uns als WBV, dass wir aktuell nicht die Mengen an Rundholz liefern können, die wir gerne bereitstellen würden und logistisch in der Lage wären zu liefern. Besserung ist hier aber in Sicht! Erfreulich ist auch weiterhin die Nachfrage nach Fichtenlangholz zu Preisen von 134 €/m3 netto bei zeitnaher Abfuhr. Entscheidend ist für Sie, am Ende den besten Durchschnittspreis über alle Sortimente zu erzielen.
- Die hiesigen Forstunternehmer stehen für Ihre Aufarbeitung im Wald zur Verfügung. Zur Organisation melden Sie sich bei Ihrem zuständigen Holzvermittler oder bei uns in der Geschäftsstelle in Amerang.
- Nutzen Sie zusätzliche Fördermittel, um anstehende Aufarbeitung noch wirtschaftlicher zu machen. Die WALDFÖPR 2020 bietet eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten für Ihre Waldbewirtschaftung.
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Laubholz
- Traditionell wird Laubholz in der Herbst- und Winterzeit gemacht. Das ist der richtige Zeitpunkt, um den Einschnitt und die Vermarktung anzugehen.
- Die Eiche kann als einzige Laubbaumart ganzjährig vermarktet werden. Hier erhalten Sie sehr zufriedenstellende Erlöse von bis zu 500 € pro m³ (für B-Ware ab 60 cm Mittendurchmesser).
- Einzelne Stämme besonderer Art werden von uns ganzjährig für die Wertholzsubmission in Waging am See begutachtet, da die Aushaltung einen hohen Einfluss auf den Verkaufserlös hat.
- Die einzelnen Preise im Bereich Laubholz können bei uns telefonisch angefragt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch bei uns in der Geschäftsstelle.
BORKENKÄFER-SITUATION
Trotz bayernweit historisch niedriger Schadholzmengen zeigt das aktuelle Borkenkäfermonitoring der LWF eine gefährliche Dynamik. Nach dem Hauptschwärmflug im Mai führt die Erwärmung im Juni zur zweiten intensiven Schwärmphase mit stark ansteigenden Fangzahlen. Wir warnen vor akutem Stehendbefall durch den Buchdrucker und den Kupferstecher, besonders an sonnenexponierten Waldrändern im Süden und Westen sowie an alten Befallsherden. Eine systematische Bohrmehlsuche direkt nach warmen, trockenen Schwärmtagen ist jetzt unerlässlich. Kontrollieren Sie hierzu vor allem die ersten zwei Baumreihen an den sonnigen Waldkanten. Wir bitten Sie im Sinne der Gemeinschaft, anfallendes Käferholz zügig aufzuarbeiten und alle Sortimente so zu lagern, dass sie ganzjährig und witterungsunabhängig per LKW abgefahren werden können. Nutzen Sie die aktuellen Marktchancen zur Stabilisierung Ihrer Bestände.
Was ist nun zu tun? Aktuelle Handlungsempfehlungen
- Der erste Befall hat an liegenden Stämmen bereits stattgefunden. Fahren Sie jetzt liegendes, frisch befallenes Holz aus dem Wald.
- Die Käfer sind nach frischem Befall – je nach Witterung – 2 bis 3 Wochen mit der Eiablage beschäftigt, bevor Sie wieder ausfliegen, um an neuen Stämmen Geschwisterbruten anzulegen. Jetzt können Sie wirksam Borkenkäfer abschöpfen.
- Gehen Sie an stehenden Fichten dort intensiv auf Bohrmehlsuche, wo liegendes Holz befallen wurde. Wenn der Brutraum in Schadhölzern rasch besetzt wird, konzentrieren sich weiter anfliegende Buchdrucker und Kupferstecher auf angrenzende, stehende Fichten.
- Für die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung (z.B. Verbringung auf mind. 500 m vom Wald entferntes vom AELF anerkanntes Zwischenlager) gibt es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit der staatlichen Förderung im Rahmen eines Sammelantrages über Ihre WBV, Stichwort iBALIS.
- Wenn keine der obigen Maßnahmen vor Ausflug möglich ist, Pflanzenschutzmittelbehandlung mit einem zugelassenen Insektizid vor Ausflug als Ultima Ratio (Anwendungsbestimmungen beachten!).
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VERANSTALTUNGEN
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WEITERBILDUNGEN
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FÖRDERRICHTLINIEN
Staatliche Fördermittel sind wichtige Instrumente, um wegweisende Anreize (zum Beispiel Waldumbau) und finanzielle Unterstützung (zum Beispiel Pflanzung) miteinander zu verknüpfen.
Im Moment kommt für Waldbesitzer vor allem folgendes Fördermodul in Frage:
NEUE WALDPRÄMIE
Wie läuft die Antragstellung ab?
Es gilt die rechtsverbindlich veröffentlichte Richtlinie. Jeder Waldbesitzer muss diese im Rahmen der Antragstellung eigenverantwortlich prüfen.
1. Bitte prüfen Sie vor der Antragstellung, ob die neue Waldprämie für Sie in Frage kommt (Kriterien siehe Newsletter Nr. 60).
2. Bereiten Sie für die Antragstellung folgende Unterlagen griffbereit vor:
- Aktueller SVLFG-Bescheid,
- Unterlagen zu erhaltener und beantragter De-minimis-Förderung der letzten 3 Jahre,
- Unterlagen zur Teilnahme an Vertragsnaturschutzmaßnahmen (Biotopbaumförderung, Stilllegungsprämien etc.).
3. Stellen des Online-Antrags bei der FNR (=Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe).
Achtung: Für die Antragstellung gilt das „Windhundprinzip“!
4. Nach Erhalt des positiven Förderbescheids von der FNR: Beantragung des kostenpflichtigen PEFC-Fördermoduls über Ihre WBV als Nachweis über die Einhaltung der Kriterien.
5. Versand der vollständigen Nachweise fristgerecht an die FNR.
Wichtiger Hinweis:
Alle Angaben entsprechen dem derzeitigen Kenntnisstand und sind daher unverbindlich und unter Vorbehalt. Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir diese umgehend an Sie weitergeben und über unseren Newsletter informieren.
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