Aktuelles

    Waldarbeit in Zeiten von Corona

 

Das beste Mittel gegen Borkenkäferkalamitäten ist und bleibt die saubere Waldwirtschaft – auch in Zeiten von Corona. 

Viele Waldbesitzer stellen sich jetzt zu Recht die Frage, inwieweit die landesweiten Ausgangsbeschränkungen auch für sie gelten und ob sie weiterhin auch zu zweit oder zu dritt im Wald arbeiten dürfen. 

Hierzu ein Auszug aus dem aktuellen Waldbrief-extra des Bayerischen Waldbesitzerverbandes vom 20.03.2020:

„Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag 00:00 Uhr in Bayern nur noch beim Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen laut Bayerischer Staatsregierung der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern aber auch Sport und Bewegung.

Als Waldbesitzer bzw. Forstwirtschaftlicher Zusammenschluss sind sie als Forstbetrieb zu werten. Dies folgt schon aus dem Bescheid der Berufsgenossenschaft, die Sie als Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft führt. Damit ist die Arbeit im Wald für Sie Arbeit und unterliegt nicht den Ausgangsbeschränkungen. Das bedeutet auch, dass sie bei ihrem Forstzusammenschluss bestellte und bereitgestellte Pflanzen und andere Materialien abholen können. Umgekehrt gilt für den Forstzusammenschluss, dass er als privilegierter Betrieb des Landhandels seinen Betrieb zur Auslieferung von Fortpflanzen aufrechterhalten kann und darf. 

Zusammenfassend gilt für Waldbesitzer:

Die Waldarbeit ist nach wie vor möglich und im Hinblick auf neue Käferkalamitäten auch wichtig. Da die Waldarbeit nach wie vor zu den gefährlichsten Arbeiten zählt, sollen Waldarbeiten trotz Corona nicht allein durchgeführt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass die an der Waldarbeit beteiligten Personen mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zueinander einhalten und ein direkter Kontakt auf das äußerst notwendige Maß beschränkt wird. Des Weiteren sind die üblichen Hygieneregeln einzuhalten. 

Weitere Informationen:

Weitere Informationen und Antworten auf die gängigsten Fragen im Umgang mit der Corona-Pandemie im Bereich der Land- und Forstwirtschaft finden Sie auf derInternetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF):

http://www.stmelf.bayern.de/ministerium/241613/ 

Die SVLFG hat für den Umgang mit dem Coronavirus eine Betriebsanweisung in vier Sprachen erarbeitet, die Sie unter folgendem Link aus dem Internet herunterladen und auf Ihren Betrieb anpassen können:

www.svlfg.de/betriebsanweisungen

 

   Forstbaumschulen: 

Nach Informationen des Bayerischen Waldbesitzerverbandes halten die Forstbaumschulen ihren Geschäftsbetrieb weiterhin aufrecht. 

Der Betriebsablauf stellt sich demnach meist wie folgt dar:

  •  Auslieferung per LKW wird wie geplant vorerst durchgeführt
  •  Selbstabholung nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung möglich
  •  Ware wird in den Forstgärten fertig kommissioniert und steht abholbereit vor Ort, sodass kein Kontakt mit den Mitarbeitern nötig ist (Nähere Infos bei den Betriebszufahrten)
  •  Kundenkontakt erfolgt nur telefonisch
  •  Keine Betriebsführungen

 In der Produktion wird die Einsaat und Vertopfung mit eingeschränktem Personalstand vorerst fortgeführt 

Bitte informieren Sie sich direkt, bevor Sie die Baumschule anfahren.

Sturmholzlagerung auf landwirtschaftlichen Flächen

Liebe Waldbesitzerinnen, liebe Waldbesitzer,

gegebenenfalls ist es nötig die Schadholzmengen auf landwirtschaftlichen Flächen zu lagern. Die vorübergehende Lagerung ist dabei förderunschädlich.

Dazu ist folgendes zu beachten:

  • Die Lagerung von Holz ist eine nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit. Sie muss drei Tage vor Beginn, unter Verwendung des Formblattes „Anzeige einer nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit“ (Siehe Link), bei Ihrem zuständigen AELF angezeigt werden. Hierbei kann eine Lagerung über einem längeren Zeitraum zugelassen werden. Link: http://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/agrarpolitik/dateien/anl_nl_taetigkeit.pdf

 

Folgende Voraussetzungen müssen eingehalten werden:

  • Es dürfen keine anderen geeigneten Flächen zur Verfügung stehen oder die Lagerung auf einer anderen Fläche wäre mit erheblichen Kosten, beispielsweise Transportkosten, verbunden.
  • Die Lagerung erfolgt nur für betriebseigenes Schadholz bzw. unentgeltlich im Rahmen der Nachbarschaftshilfe.
  • Nach der Lagerung muss auf der Fläche wieder ein guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand hergestellt werden.

 

 

 Kalamitätsantrag

Nach § 34b EStG ist es möglich, für Käferholz ermäßigte Einkommenssteuersätze zu erhalten. Hierfür ist eine Meldung für Kalamitätsnutzungen bei der zuständigen Finanzverwaltung vor Einschlagsbeginn notwendig. Die jeweiligen Formblätter sowie weiter Hinweise finden Sie auf unserer Homepage unter Formulare zum Downloaden.

 


 

Erster Hauptschwärmflug steht bevor!

Der Hauptschwärmflug wird in den kommenden warmen Tagen stattfinden! Aufgrund der teilweise hohen Populationsdichten beider Fichtenborkenkäferarten kann in den Gebieten mit massivem Schwärmflug bereits Stehendbefall stattgefunden haben. Aufgrund der prognostizierten wechselhaften Witterung der nächsten Tage ist eine Bohrmehlsuche an kommenden trockenen Tagen unerlässlich.

Um die Borkenkäfervermehrung bereits in der ersten Vermehrungsphase wirkungsvoll einzudämmen, ist es wichtig, die befallenen Bäume noch vor der Verpuppung der Käferlarven zu entdecken und unverzüglich die aufzuarbeiten.

Handlungsempfehlungen:

  • Kontrolle von Randbäumen an letztjährigen Käferlöchern auf Neubefall,
  • Bestandesweite Bohrmehlsuche an trockenen Tagen,
  • Kontrolle der Fichtenkronen auf Kupferstecherbefall,
  • Einschlag und Abfuhr von mit Fichtenborkenkäfern befallenen Fichten.

Auf das frühzeitige Erkennen, die rechtzeitige Aufarbeitung und einen schnellen Abtransport des Holzes kommt es jetzt an. Die WBV Wasserburg-Haag sorgt nicht nur für die rasche Vermarktung des Holzes, sondern übernimmt auf Wunsch auch die Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit bewährten örtlichen Unternehmern.

Im Sinne der Gemeinschaft, bitten wir alle Mitglieder sich an der Suche zu beteiligen. Nur so lässt sich eine weitere Ausbreitung verhindern. Entscheidend ist als Bekämpfungsmaßnahme eine „saubere Waldwirtschaft“.

Hintergrundinformationen sowie tagesaktuelle Meldungen zum Borkenkäfer finden Sie unter folgendem Link: http://www.fovgis.bayern.de/borki

 

 Wald stilllegen oder nachhaltig bewirtschaften?

Weiterlesen: Tageslehrfahrt

Zusätzliche Informationen

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